#NoMagida: 6. April 2015!

Aufruf!

Auch am kommenden Montag will Magida gegen die eigene Wahnidee einer Islamisierung des Abendlandes protestieren. Nun wird bereits zum 12. Mal in Magdeburg mobilisiert.
Als Redner der “Oster-Kundgebung” werden “Michael Mannheimer” (mit bürgerlichem Namen: Karl-Michael Merkle), Siegfried Schmitz und als “musikalische Begleitung” A3stus angekündigt.  Zu jedem dieser Namen lässt sich bei eigener Recherche Erschreckendes finden. Das hier aufzulisten, ersparen wir uns. Die Erkenntnis aus diesen Einladungen dieser Redner kann nur sein, dass die Organisierenden der Magida keine Berührungsängste mit der Neonaziszene haben. Sie sind sich dabei sehr wohl bewußt, dass  sich das politische Profil der Magida von fremdenfeindlich und Islamfeindlich nach offen neonazistisch verschiebt.

Rechts_MagidaVollkommen berechtigt erkennen vereinzelte Facebookfans der Magida, dass das viel “zu rechts” ist, um noch irgendwie bürgerlich zu wirken. Die Reaktion der Magida-Organisierenden auf diese kritische Anmerkung aus den eigenen Reihen ist typisch: Es wird geschlussfolgert, dass diese Kritik das Ergebnis einer Fehlinformation aus den Medien sein muss und dass es schlicht egal sei, ob eine Bewegung tatsächlich rechts sein will oder als solche stigmatisiert wird. Dem Stigma Nazi folgt nicht die Reflektion, sondern der Trotz eines “Dann erst recht”. Eine solche Haltung der selbstbestimmten Isolation ist der Sargnagel für eine angeblich gesellschaftskritische Protesbewegung mit sozialkritischem Anspruch. Die eigenen Fans derart vor den Kopf zu stoßen, wird die Magida weiter schrumpfen lassen.

Dass die sehr späte Erkenntnis des hier zitierten EX-Magida-Teilnehmers eines Events als “zu rechts” sich an den geladenen Gästen zum Montag orientiert und erst jetzt zum Fernbleiben führt, ist auch dem Umstand zuzurechnen, dass eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Magida bisher nur schwer zu finden ist.  Es kann aber im Umgang mit Magida nicht nur darum gehen, diejenigen zu benennen und als Nazis zu outen, die dort als Redner geladen werden. Ein solches Outing ist bei diesen Rednern ist zu einfach. Aber auch wenn Merkle, Schmitz und A3stus nicht auftreten würden, ist Magida eine Zumutung.

Der Charakter dieses Events als maximalblöde Totalverarsche Leichtgläubiger muss herausgearbeitet werden. Magida geht als Magdeburger Ableger der Dresdner Pegida den Weg einer Basiserzählung der bevorstehenden Islamisierung und schürt damit Hass und Angst vor Muslimen und Fremden allgemein,  Die politischen Forderungen beschränken sich auf flehende Appelle an Regierung, Justiz und Politik, nach “Ausschöpfen ALLER rechtlichen Mittel”. Dort laufen also jeden Montag gehorsame Untertanen “spazieren”, die nach Sündenbock-Manier den Fremden und Muslimen anlasten, was sie selbst nicht aushalten wollen. Diese rassistische Fehlettiketierung sozialer Missstände macht Magida zum Fußvolk eines repressiven Staates und leistet Schützenhilfe für Asylrechtsverschärfungen, Diskrimierungen und Nazigewalt. Dass Nazis als Oprdner und Redner eingeladen werden, ist da nur konsequent. Magida  will uns erklären, dass Kapitalismus und Nationalismus weniger elend sind, wenn nur die Muslime und Fremden Deutschland verlassen. Diese Denke bietet keine Lösung für irgendein Problem. Dabei achtet Magida peinlich genau darauf, nicht die Verhältnisse in Fragen zu stellen, sondern sich als gehorsame deutsche Patrioten mit Forderungen an jene zu wenden, die eben diese Verhältnisse zu verantworten haben. Auf solchen Unsinn müssen Menschen erstmal kommen. Dabei zu bleiben, ist nur noch schlimmer.

Video_SchildEs werden bei Magida Argumentationsfiguren bemüht, die unzutreffend sind und einer realen Grundlage entbehren. Weder sind Muslime in Deutschland willens noch in der Lage, eine Islamisierung Deutschlands voran zu treiben, Die Widersprüche zwischen Selbstdarstellung der Magida und tatsächlichem Auftreten werden jeden Montag offensichtlich. Wenn es heißt, Magida stünde dafür, “dass alle Kinder in einem friedlichem und weltoffenem Deutschland und Europa aufwachsen können!” und auf einer Demo am 23.03. ein Schild mitgeführt wird, auf dem steht: “Rassenmischung ist Gotteslästerung”, dann kann nur festgestellt werden, dass Magida derzeit ein Hindernis auf dem Weg in eine bessere Welt sein muss. Dabei eröffnet erst das durch die Polizei geschützte Herumlaufen der bekennenden Fremdenfeinde in der Magdeburger Innenstadt als Magida, welche ekelhaften Wirkungen Medien und Politik doch erzielen, wenn nicht kritisch hinterfragt wird. Es werden immer wieder Ereignisse als Belege einer Gefahrensituation angeführt, die nur dadurch gefährlich wirken, weil sie unvollständig wieder gegeben werden. 

Zahlenmäßig sind Montags bei Magida in etwa so viele Magdeburger und Magdeburgerinnen unterwegs wie Muslime zum Freitagsgebet im Islamischen Gemeindezentrum. Allerdings ist die Magida eine Minderheit, die sich auf die Anerkennung ihrer Ideen als “berechtigte Sorgen” verlassen können und auch darauf, dass sie mit ihren absurden Thesen staatlichen Interessen nützen, in dem sie Repression und Gewalt gegen Fremde und Muslime als politische Forderung formulieren. Magida trägt den Rassismus der bürgerlichen Mitte auf die Straße. Wir stellen uns dagegen.

Wir rufen dazu auf, sich mit uns gemeinsam dem 12. Magida-“Spaziergang” entschlossen entgegen zu stellen. Der Montag ist ein bundesweiter Feiertag, die Bedingungen sind für eine überregionale Anreise gegeben. Beenden wir diesen Eiertanz endlich!

Bekannte Aktionen für den kommenden Montag:

  • Um 15.30 Uhr beginnt auf dem Alten Markt eine Kundgebung der Magdeburger Jusos (Facebook-Link)
  • Im Laufe des Tages wird Regina- Ravende Europäer gegen islamfeindliche Nationalisten- mit einem Protestrave in der Innenstadt unterwegs sein (Facebook-Link).

Struktur:

Der Ermittlungsausschuss (EA) ist unter folgender Nummer erreichbar:

0176 949 358 95

Hinweis:
Während und nach der Magida-Aufmärsche sind Kleingruppen gewaltbereiter Nazis in der Innenstadt unterwegs. Passt auf einander auf.

Infos zum Protest gegen den Magida-Fackelmarsch am 30. März

Allgemeines

Auch am Montag, den 30. März, wollen ‘Magdeburger gegen die Islamisierung des Abendlandes’ (kurz: “Magida”) mit Fackeln durch die Innenstadt marschieren. Deren Treffpunkt ist der Platz Bei der Hauptwache um 19.00 Uhr. Am vergangenen Montag hat sich eine neue Route ergeben, die auch neue Interventionsmöglichkeiten eröffnete. Darauf konnte spontan reagiert werden. Die Magida-Route verlief am 23. März beginnend am Platz an der Nordseite des Rathauses, weiter über die Jakobstraße und in südlicher Richtung, bis zur Ernst-Reuter-Allee, dann über den Breiten Weg bis Danzstraße, bis zum Einbiegen auf die Otto-von-Guericke-Straße und weiter Richtung Norden, um über die Ernst-Reuter-Allee und über Breiter Weg/Alter Markt zum Platz “Bei der Hauptwache” zurück zu kommen. Für den 30. gehen wir auch von eben jener Route aus.

Einschätzung

Mit der sinkenden Zahl der Teilnehmenden und einer geänderten Wahrnehmung der Magida-Märsche bei spektrenübergreifender Mobilisierung wächst der Widerstand gegen Magida und sinkt deren Mobilisierungspotenzial. Durch die Änderung der Route und das Mittragen von Fackeln ergibt sich ein geändertes Profil der MAGIDA-Veranstaltung. Die Islamische Gemeinde Magdeburg steht als Angriffspunkt wohl nicht mehr im besonderen Fokus der Proteste. Wir schreiben das auch unserer offensiven Aufklärungsarbeit zu. Die behauptete Gefahr einer Islamisierung spielt fast keine Rolle mehr in den Veröffentlichungen der Magida. Es geht jetzt inhaltlich vorallem in bekannter Sündenbock-Rhetorik um die Verteidigung einer irgendwie gearteten deutschen Kultur gegen angeblich besonders schädliche Einflüsse und sehr intensiv gegen antirassistische und antifaschistische #NoMagida-Proteste.

Video_SchildIn einem Bundesland wie Sachsen-Anhalt, in dem 80% der Wohnbevölkerung konfessionslos sind, in KuKluxKlan-Symbolik die Parole “Rassenmischung ist Gotteslästerung” (am 23.03.2015) zu tragen und dazu “Wir sind das Volk” zu rufen, ist nur noch peinlich. Die symbolische Bedeutung der Fackeln, bleibt weiterhin unklar. An anderer Stelle wird darin “NS-Ästhetik” erkannt. Angeblich lehnen die Magiden Bezüge zum Nationalsozialismus entschieden ab, müssen sich dann aber den Vorwurf der Geschichtsvergessenheit gefallen lassen. Peinlich sind auch die Widersprüche zwischen behaupteter Gewaltfreiheit und dokumentierten Gewaltausbrüchen. Das besondere “Talent” der Magida ergibt sich dann daraus, die Belege für die Widersprüchlichkeit ihrer Sebstdarstellung als gewaltfrei, auch noch selbst zu veröffenlichen. Die zusammen gestellten Nachweise von Böllerwürfen aus der Magida-Demo u.a. auf eine Sitzblockade sind bei Vakuum und Magida watch – beide Facebook- zu finden. Lasst euch davon bitte nicht abhalten, euch in Sitzblockaden aufzuhalten. Konsequenz aus diesen Vorfällen muss sein, das Vorbeiführen des Magidazuges an Sitzblockaden zu verhindern.

Bekannte Aktionen für den kommenden Montag:

  • Um 17.30 Uhr beginnt auf dem Alten Markt eine antirassistische Demo
  • Um 18.30 Uhr beginnt die Mahnwache der Bürgerinitiative Offene Heide vor dem Gemeindezentrum der Islamischen Gemeinde in der Weitlingstraße. Bitte beachtet, dass der Zugang vom Magida-Treffpunkt zur Weitlingstraße möglicherweise nicht abgesperrt sein wird.

Vorgeschlagene Aktionsräume für Interventionen:

  1. Breiter Weg (Höhe Leiterstr.)
  2. Danzstr.
  3. OvG (Höhe MVB)
  4. OvG (Höhe Allee Center)

Struktur:
Der Ermittlungsausschuss (EA) ist von 18 bis 22 Uhr unter folgender Nummer erreichbar:

0176 949 358 95

Hinweis:
Während und nach der Magida-Aufmärsche sind Kleingruppen gewaltbereiter Nazis in der Innenstadt unterwegs. Passt auf einander auf.

Infos und Aktionskarte für den 23.03.2015

Für Montag, den 23. März 2015, kündigt die islamfeindliche Bewegung ‘Magdeburg gegen die Islamisierung’ (MAGIDA) einen Fackelumzug an. Start soll wieder um 19.00 Uhr der Platz neben dem Rathaus, Bei der Hauptwache, sein. Am Anfang der Woche wurde als Startpunkt der Alte Markt angeben, mittlerweile aber korrigiert. Für uns besteht derzeit kein Grund zur Annahme, dass es eine andere Route werden wird, als an den Montagen zuvor. Die Route soll das Gemeindezentrum der Islamischen Gemeinde einschließen und hat damit Symbolcharakter. Einzig der geänderte Startpunkt in direkter Nähe zum bekannten Startpunkt ist kein Hinweis auf eine Routenänderung. Wir denken nicht, dass MAGIDA vom Ziel der Einschüchterung der Islamischen Gemeinde und der Strategie des symbolischen Einkreisens des Gemeindezentrum abweichen wird.

Wichtige Änderung, an der bisher seitens der MAGIDA festgehalten wird, soll das Tragen von Fackeln sein. Ein Fackelumzug durch die nördliche Innenstadt an einem Tag mit historischer Bedeutung missfällt uns sehr. Am 23. März 1933 wurde das so genannte Ermächtigunsgesetz beraten und am Tag darauf beschlossen. Zusammen mit der Reichstagsbrandverordnung gilt es als rechtliche Hauptgrundlage der nationalsozialistischen Diktatur, weil damit das die elementare Grundlage des materiellen Verfassungsstaates bildende Prinzip der Gewaltenteilung durchbrochen wurde.

Die Erfahrungen der letzten Wochen haben uns erkennen lassen, dass unsere Möglichkeiten begrenzt sind, wenn es zeitgleich Aktionen und Kundgebungen gibt, die sich lediglich auf Protest in Hör- Und Sichtweite ausrichten. Solche niedrigschweliigen Angebote und das zum Teil rege Interesse, bewerten wir als Rückschritt in der Protestkultur. Wir waren in Magdeburg wirklich schon weiter. Blockaden sind aber nur möglich, wenn es auch genug Menschen gibt, die dazu bereit sind. Bis dahin werden wir uns nicht verheizen lassen. In diesem möchten wir uns gemeinsam mit euch an den jeweiligen Treffpunkten austauschen, was eure Ziele und Vorstellungen am Tag selbst sind und wie wir diesen Zielen ein Stück näher kommen.

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Wie an den Montagen zuvor wird die ‘Bürgerinitiative Offene Heide’ ab 18.30 Uhr in der Weitlingstraße, direkt vor dem Gemeindezentrum (Y19), Solidarität bekunden. An dieser Stelle Herzlichen Dank für das Engagement und das Durchhaltevermögen der Beteiligten. Als weitere Treffpunkte zur Lagebesprechung gelten die Punkte 2 und 3 auf der Aktionskarte. Jeweils um 18 Uhr vor dem Katharinenturm (ehemals HdL, X18) und der Platz vor dem Opernhaus (Uniplatz, Y17). Wir fordern euch auf, in Bezugsgruppen an den Treffpunkten zu erscheinen und mit uns gemeinsam darüber zu beraten, was euer Aktionskonsens zulässt und wie wir gemeinsam und entschlossen auf diese Situation reagieren können.

Auf das Vorhaben der MAGIDA, einen Fackelumzug zu machen, reagieren wir mit der Parole:

MAGIDA nass machen!

Wie wir auch dieses Vorhaben umsetzen können, da vertrauen wir auf eure Kreativität.

Der EA ist von 18 bis 22 Uhr unter folgender Nummer erreichbar:

0176 949 358 95

 

Infos und Aktionskarte für den 23.02.2015

Zum 6. Mal will am 23. Februar die islamfeindliche MAGIDA durch Magdeburg marschieren. MAGIDA mobilisiert wie an den Montagen zuvor zu 19 Uhr zum Platz “Bei der Hauptwache”, direkt neben dem Rathaus (X19). Es ist – wie ebenfalls an den Montagen zuvor – mit massiver Polizeipräsenz und weiträumigen Absperrungen zu rechnen.

Besonderes Ereignis am Montag: Um eine annähernd korrekte Zahl der Teilnehmenden zu ermitteln, möchte MAGIDA Erbsen zählen und bittet alle Teilnehmenden, jeweils eine Erbse mitzubringen. Die Erbsen werden dann in einem Behältnis gesammelt und gezählt.  Wir dürfen gespannt sein und freuen uns sehr, auf ein erbsengenaues Ergebnis.

Hier gibt es alle Gegenaktionen im Überblick:

 

1. Regina – MAGIDA wegbassen
Treffpunkt: 16 Uhr am Hauptbahnhof
Start: 17 Uhr
Route: Willy-Brandt-Platz – Hasselbachstraße – Otto-von-Guericke-Straße – Hasselbachplatz > Breiter Weg > Ernst-Reuter-Allee > Otto-von-Guericke-Straße > Breiter Weg > Uni-Bibliothek > Uniplatz > Breiter Weg > Alter Markt (Kundgebung ab 18:45 Uhr )
> zurück über Ernst-Reuter-Allee
zum Hauptbahnhof

Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/336570929875426

2. Kundgebung der Bürgerinitiative Offene Heide ab 18 Uhr vor dem Gemeindezentrum der Islamischen Gemeinde Magdeburg (IsGeMa)

3. #NoMAGIDA – #NoMAGIDA – Magdeburg stellt sich quer No. 6 – auf ein Neues!
Beginn: 18 Uhr, Alter Markt
Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/1546182792316697

Aktionskarte für den 23. Februar 2015

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