Infos und Aktionskarte für den 23.02.2015

Zum 6. Mal will am 23. Februar die islamfeindliche MAGIDA durch Magdeburg marschieren. MAGIDA mobilisiert wie an den Montagen zuvor zu 19 Uhr zum Platz “Bei der Hauptwache”, direkt neben dem Rathaus (X19). Es ist – wie ebenfalls an den Montagen zuvor – mit massiver Polizeipräsenz und weiträumigen Absperrungen zu rechnen.

Besonderes Ereignis am Montag: Um eine annähernd korrekte Zahl der Teilnehmenden zu ermitteln, möchte MAGIDA Erbsen zählen und bittet alle Teilnehmenden, jeweils eine Erbse mitzubringen. Die Erbsen werden dann in einem Behältnis gesammelt und gezählt.  Wir dürfen gespannt sein und freuen uns sehr, auf ein erbsengenaues Ergebnis.

Hier gibt es alle Gegenaktionen im Überblick:

 

1. Regina – MAGIDA wegbassen
Treffpunkt: 16 Uhr am Hauptbahnhof
Start: 17 Uhr
Route: Willy-Brandt-Platz – Hasselbachstraße – Otto-von-Guericke-Straße – Hasselbachplatz > Breiter Weg > Ernst-Reuter-Allee > Otto-von-Guericke-Straße > Breiter Weg > Uni-Bibliothek > Uniplatz > Breiter Weg > Alter Markt (Kundgebung ab 18:45 Uhr )
> zurück über Ernst-Reuter-Allee
zum Hauptbahnhof

Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/336570929875426

2. Kundgebung der Bürgerinitiative Offene Heide ab 18 Uhr vor dem Gemeindezentrum der Islamischen Gemeinde Magdeburg (IsGeMa)

3. #NoMAGIDA – #NoMAGIDA – Magdeburg stellt sich quer No. 6 – auf ein Neues!
Beginn: 18 Uhr, Alter Markt
Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/1546182792316697

Aktionskarte für den 23. Februar 2015

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Infos und Aktionskarte für den 16.02.2015

Auch am 16. Februar will die islamfeindliche MAGIDA durch Magdeburg marschieren. MAGIDA mobilisiert wie an den Montagen zuvor zu 19 Uhr zum Platz “Bei der Hauptwache”, direkt neben dem Rathaus. Es ist – wie ebenfalls an den Montagen zuvor – mit massiver Polizeipräsenz und weiträumigen Absperrungen zu rechnen.

Hier gibt es alle Gegenaktionen im Überblick:

1. Regina – MAGIDA wegbassen
Treffpunkt: 16 Uhr am Hauptbahnhof
Start: 17 Uhr
Route: Willy-Brandt-Platz – Hasselbachstraße – Otto-von-Guericke-Straße – Hasselbachplatz > Breiter Weg > Ernst-Reuter-Allee > Otto-von-Guericke-Straße > Julius Bremer Straße > Weitlingstraße (IsGeMa) > Listemannstraße > Uni-Bibliothek > Uniplatz > Breiter Weg > Alter Markt (Kundgebung ab 18:45 Uhr )
> zurück über Ernst-Reuter-Allee
zum Hauptbahnhof

Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/855152827860676

2. Kundgebung der Bürgerinitiative Offene Heide ab 18 Uhr vor dem Gemeindezentrum der Islamischen Gemeinde Magdeburg (IsGeMa)

3. #NoMAGIDA – Magdeburg stellt sich quer No. 5 – Keine Bühne für Nazis und Rassisten!
Beginn: 18 Uhr, Alter Markt
Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/1388616564779825

Aktionskarte für den 16. Februar 2015

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Solidemo am 9. Februar 2015 – Gemeinsam gegen MAGIDA!

Am Montag, den 9. Februar 2015, unterstützen wir die Islamische Gemeinde Magdeburg mit einer Solidemo ab 18 Uhr durch die Innenstadt. Es ist uns wichtig, die Mitglieder der Islamischen Gemeinde Magdeburg (IsGeMa) als handelnde Akteure mit ihren Wünschen und Bedürfnissen sichtbar zu machen.

Unsere Zusammenarbeit mit der IsGeMa stellt darauf ab, unsere Solidarität gegen antimuslismischen Rassismus zu versichern und darzustellen. Eine Bewegung wie MAGIDA betrifft durch die Reproduktion leider weit verbreiteter islamfeindlicher Vorurteile nicht nur Muslime und Muslimas, sondern ist ein Angriff auf uns alle. Es soll uns vorgeschrieben werden, mit wem wir solidarisch sein dürfen und mit wem nicht. Über unsere Solidarität entscheiden wir aber selbst. Wir unterstützen die IsGeMa auch in ihrem Wunsch nach einem neuen Gemeindezentrum, das endlich Platz für alle Gemeindemitglieder zum Gebet bereit hält und nicht droht, im nächsten Moment auseinander zu fallen. Die Basis des gegenseitigen Respekts sehen wir darin, die Wünsche der Sprechenden ernst zu nehmen und ihren Wünschen Ausdruck zu verleihen.

Während überall in Deutschland islamfeindliche Aufmärsche  Proteste und Auseinandersetzungen verursachen, werden Muslime in eine Opferrolle gedrängt, die sie fast handlungsunfähig macht. Angriffe auf Moscheen und Muslime selbst erzeugen ein Klima der Angst, in dem es fast unmöglich wird, sich als Muslim und Muslima zu zeigen und die eigenen Bedürfnisse zu artikulieren. Wir durchbrechen diesen Kreislauf, in dem wir uns unterstützend hinter die IsGeMa stellen und eine Demonstration organisieren.

Wir rufen alle Magdeburger und Magdeburgerinnen dazu auf, sich dieser Demonstration anzuschließen. Gegen islamfeindliche Hetze, Menschenhass und Ausgrenzung setzen wir unsere Solidarität.

Für ein solidarisches Miteinander! GEMEINSAM gegen MAGIDA!

Wir starten um 18 Uhr in der Weitlingstr. 1b vor dem Gemeindezentrum (Y19). Den Verlauf der Demonstration entnehmt ihr bitte der Aktionskarte.

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Aktuelle Infos für den 2. Februar – Gemeinsam gegen MAGIDA!

Gemeinsam gegen MAGIDA!

Mit dem Begriff MAGIDA wird eine fremdenfeindliche, auf antimuslimisch-rassistischen Vorurteilen aufbauende Bewegung mit Magdeburg-Bezug bezeichnet, die sich am Dresdner Vorbild PEGIDA (“Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes”) ausrichtet. Der Begriff MAGIDA steht für die Phrase: “Magdeburg gegen die Islamisierung des Abendlandes”. Für den 2. Februar ist ab 19 Uhr ein dritter MAGIDA-Aufmarsch angekündigt. Am 19. Januar ist es gelungen, MAGIDA zu blockieren. Am 26. Januar konnten nur vereinzelte Blockadeversuche beobachtet werden. Für den 2. Februar entscheidet ihr, ob MAGIDA laufen wird. Wir finden es nach wie vor richtig und wichtig, MAGIDA zu blockieren, sind dabei aber auf euer Interesse und euren Support angewiesen. Wir können euch nicht an die Hand nehmen und zu den Blockaden geleiten oder via Twitter Informationen heraus geben, die dann nur die Polizei interessieren und Menschen vor Ort in Gefahr bringen. Wer blockieren will, wird dies tun. Gründe gibt es genug, einer davon: MAGIDA ist eine fremdenfeindliche, nationalistische und antimoderne Bewegung, die sich selbst zum Sprachrohr der Massen erhebt und sich von mitlaufenden Neonazis nicht distanziert, sondern diese sogar als Ordnungskräfte nutzt. Der Umstand, dass bei MAGIDA auch Menschen mitlaufen, die sich selbst für besorgte Ottonormalbürger halten, widerspricht der politischen Einschätzung zu MAGIDA – als Ansammlung brutalisierter Kleinbürger und vom demokratischen Alltagsbetrieb enttäuschter Patrioten- nicht. Wir sind dafür, dass auch ihr dagegen seid.

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Screenshot aus der Kommentarleiste der MAGIDA


Wichtige Informationen zum 2. Februar 2015

Wir supporten eure Aktionen:  Nutzt die markierten Sammelpunkte, um euch sicher und unauffällig zu Aktionspunkten zu bewegen. Bewegt euch außerhalb dieser Demonstrationen in größeren Gruppen. Die bisher bekannten Kundgebungen/Sammelpunkte entnehmt ihr bitte der Aktionskarte.

Tipps und Hinweise

Die Polizei sperrt regelmäßig “nur” das direkte Umfeld des MAGIDA-Treffpunktes ab. Das betrifft den Übergang vom Alten Markt zum Platz Bei der Hauptwache, den Zugang von der Weitlingstraße auf die Julius-Bremer-Straße und später dann auch die Jakobstraße selbst. Die vermutete Route der MAGIDA bezieht sich auf die Strecke, die sie am 26. Januar gelaufen sind und entspricht dem Verlauf, der im Vorfeld bereits als einigermaßen sicher galt. Trotzdem wird die Polizei flexibel auf frühzeitig bekannte Hindernisse auf der Route mit Verlegung reagieren, also diese Route auch nicht weiträumig absperren, um flexibel reagieren zu können. Abgesperrt sein wird, wie bereits am 26. Januar, der Zugang vom Alten Markt zum Platz Bei der Hauptwache, also dem Treffpunkt der MAGIDA. Ebenfalls wird die Jakobstr. für den Durchgangsverkehr gesperrt sein. Ein Umlaufen des Rathauses auf der Südseite des Rathauses, endet vor Gittern. Guckt euch bitte die Aktionskarte im Vorfeld an und entdeckt eure Aktionsmöglichkeiten und nutzt sie.

  • Ermittlungsausschuss:
    0176 949 358 95
  • Aktionskarte:
    Aktionskarte für den 2 Februar - Gemeinsam gegen MAGIDA!

    Aktionskarte für den 2 Februar – Gemeinsam gegen MAGIDA!

     

  • Alle Kundgebungen auf einen Blick (nummeriert nach Beschriftung auf der Aktionskarte)

    Punkt 1 (U20)
    Veranstaltende: Regina

    Titel: Magida Wegbassen!
    Ort: Willy-Brandt-Platz
    Zeit: 16:30 Uhr, Start: 17:30

    Punkt 2 (AA16)
    Veranstaltende: Uni

    Titel: Demonstration für Weltoffenheit und Toleranz
    Ort: Uni, Mensavorplatz
    Zeit: 16:30 Uhr
    +++++
    Veranstaltende: CLOWN STATT BRAUN
    Titel: 02.02.2015 -Gemeinsam gegen MAGIDA
    Ort: Magdeburg
    Zeit: ab 16:30 Uhr

    Punkt 3 (Y19)
    Veranstaltende: BI Offene Heide

    Ort: Weitlingstr. 1 b
    Zeit: ab 18:00

    Punkt 4 (X20)
    Veranstaltende: blockmd, BgR

    Titel: #NoMAGIDA – Magdeburg stellt sich quer – Klappe, die Dritte!
    Ort: Magdeb
    Zeit: 18:00 – 22:00 Uhr

    Punkt 5 (W16)
    Veranstaltende: FASRA FHW

    Titel: FHW geschlossen DAGEGEN!
    Ort: Zschokkestr. 32
    Zeit: 16:30 Uhr

Aktuelle Infos für den 26. Januar – Gemeinsam gegen MAGIDA!

Wir haben am 19. Januar 2015 die Veranstaltung der MAGIDA blockiert. Gemeinsam mit vielen zivilgesellschaftlichen und antifaschistischen Aktiven konnte ein erster Aufmarsch der MAGIDA in Magdeburg verhindert werden. Mit dem Begriff MAGIDA wird eine fremdenfeindliche, auf antimuslimisch-rassistischen Vorurteile aufbauende Bewegung mit Magdeburg-Bezug bezeichnet, die sich am Dresdner Vorbild PEGIDA (“Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes”) ausrichtet. Der Begriff MAGIDA steht für die Phrase: “Magdeburg gegen die Islamisierung des Abendlandes”. Für den 26. Januar ist ab 19 Uhr ein zweiter MAGIDA-Aufmarsch angekündigt. Gleich mehrere einschlägig bekannte Neonazis waren als Kundgebungsteilnehmer und zum Teil als Ordner im Bereich des ersten MAGIDA-Aufzuges am 19. Januar anwesend.

Antifaschismus bedeutet konsequentes und offensives Vorgehen gegen neonazistische Politik und neofaschistische Gewalt. Organisiert antifaschistischen Selbstschutz. Unsere Solidarität muss praktisch werden.

Wichtige Informationen zum 26. Januar

Nutzt die markierten Sammelpunkte. Bewegt euch in größeren Gruppen und schließt euch den Kundgebungen an. Alle uns bekannte Kundgebungen entnehmt ihr bitte der Karte.

  • Info-Telefon:
    0176 549 516 77
  • Ermittlungsausschuss:
    0176 949 358 95
  • Aktionskarte

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Gemeinsam gegen MAGIDA! Antifaschistischen Selbstschutz organisieren!

Wir haben am 19. Januar 2015 die Veranstaltung der MAGIDA blockiert und beobachtet. Gemeinsam mit vielen zivilgesellschaftlichen und antifaschistischen Aktiven konnte ein erster Aufmarsch der MAGIDA in Magdeburg verhindert werden. Mit dem Begriff MAGIDA wird eine fremdenfeindliche, auf antimuslimisch-rassistischen Vorurteile aufbauende Bewegung mit Magdeburg-Bezug bezeichnet, die sich am Dresdner Vorbild PEGIDA (“Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes”) ausrichtet. Der Begriff MAGIDA steht für die Phrase: “Magdeburg gegen die Islamisierung des Abendlandes”.

Gleich mehrere einschlägig bekannte Neonazis waren als Kundgebungsteilnehmer und zum Teil als Ordner im Bereich des MAGIDA-Aufzuges anwesend. Mit dabei Daniel Jänicke, Frank Hoffmann, Martin Schock, Carsten Alsleben, Jan Dornemann und viele andere mehr. Fast vollzählig anwesend war auch der Kreisverband der Partei “Die Rechte”. Seit Mitte 2014 existiert auch in Sachsen-Anhalt ein Kreisverband der von Christian Worch gegründeten und angeführten Neonazipartei “Die Rechte”. Sie ist ein Sammelbecken für – teilweise verbotene – Kameradschaften.

Bereits Ende Dezember tauchten in Magdeburg in der Nähe mehrerer Flüchtlingsunterkünfte rassistische Hetzschriften des Kreisverbandes “Die Rechte” auf. Auf den Flugblättern wird von einem angeblichen Anstieg der Kriminalität und vor einer “Missachtung deutscher Gesetze” in der Nähe solcher Einrichtungen gewarnt. Dabei werden, um die Bedrohungslage umzukehren, Kinder instrumentalisiert. Diese sind angeblich auf ihrem Schulweg gefährdet. Tatsächlich sind Flüchtlinge keine Gefahr für die Anwohner_innen und Kinder – sondern die Flüchtlinge selbst sind in Gefahr, täglich Opfer neonazistischer und rassistischer Gewaltverbrechen zu werden. Dass ein Mensch, der vor Not und Gewalt in das sozial schwache Sachsen-Anhalt flieht, tut dies nicht, um hier Verbrechen zu begehen. Eine solche Behauptung ist der Ausdruck rassistischer Vorurteile und um sich greifender Paranoia. Der Hass und die Hetze gegen Menschen, die sich auch im Rahmen der MAGIDA-Kundgebungen nachweisen lassen, sind real. Die jenigen, die Angst vor Flüchtlingen haben, protestieren Montags Seite an Seite mit zum Teil verurteilten Gewaltverbrechern gegen die Wahnidee der “Islamisierung”.

Der Hass auf alles Fremde, der sich in den Forderungen der MAGIDA ebenso finden lässt wie in den Äußerungen der Teilnehmenden an der Kundgebung am vergangenen Montag in Magdeburg, ist die logische Konsequenz aus dem Selbstbild als in ihrer Verehrung für Deutschland schwer enttäuschte Patrioten. Unerfüllte materielle und mentale Bedürfnisse und vereinfachende Denkangebote erlauben es, Sündenböcke zu suchen und zu finden, um sich nicht aus der Liebe zum deutschen Staat verabschieden zu müssen. Sondern wiederum Forderungen an eben jenen Staat zu stellen, der sie so bitter enttäuscht hat. Beim Appell an den Staatsapparat, der ja all das verursacht haben muss, wogegen MAGIDA demonstriert, zukünftig alle rechtlichen Mittel gegenüber “selbsternannten Haßpredigern” auszuschöpfen, wird es paradox.

Die Angst vor der “Islamisierung” Magdeburgs dient als Platzhalter für die als ungerecht empfundende eigene Notlage. Muslime und Flüchtlinge werden für das verantwortlich gemacht, was uns ohnehin bevorsteht: ein Auseinanderklaffen der Einkommensverhältnisse, staatliche Repression zur Eindämmung sozialer Unruhen, die Zuspitzung der Ausbeutungsverhältnisse und eine sich immer weiter ausdehnende soziale und politische Ausgrenzung der für den kapitalistischen Verwertungskreislauf “Überflüssigen”. Das Gefühl des Ausgegrenztsein wird mit Ausgrenzung jener beantwortet, die angeblich noch viel weniger dazu gehören sollen. Um diese Themen nicht sehen zu müssen, nicht darüber zu diskutieren und keines dieser Probleme zu lösen, übernehmen die Kundgebungsteilnehmenden gegen die “Islamisierung” Magdeburgs die politische Funktion eines Ablenkungsmanövers.

So hatte sich am Abend des 16. Januar eine Horde Nazis vor dem Flüchtlingsheim in Rothensee postiert, um rassistische Parolen zu rufen. Es wurde damit gedroht, das Heim anzuzünden. Am darauf folgenden Samstag kam es im Laufe des Tages zu Naziangriffen auf Antifas. Auch am Abend des 19. Januar wurde in mehreren Situationen am Rande der Kundgebung das Bedrohungspotenzial der Teilnehmenden offenkundig. Auf einschlägigen Facebookprofilen wird zu Übergriffen auf Antifas und Linke im Kontext der nächsten MAGIDA-Kundgebung und darüber hinaus aufgerufen. Aus einer Anmeldung der Route wird auf Widerpsruchsfreiheit geschlussfolgert. In Diskussionensgruppen werden Kritisierende für jede Form des Widerspruchs bedroht und beschimpft.

SelbstschutzEs werden öffentlich Namen und Adressen getauscht und Pläne der Übergriffe besprochen. Auf der MAGIDA-Seite heißt es: Ordner sollen während der Kundgebung den plangemäßen Ablauf sicher stellen. Es soll gegen Störungen auch von Außen konsequent vorgegangen werden. Die Drohung eines Ordners an die Teilnehmenden der Sitzblockaden am 19. Januar ist ernst zu nehmen: “Wenn die Bullen nicht hier wären, dann wärt ihr schon längst nicht mehr am Leben”.

MAGIDA zu blockieren ist ein bemerkenswerter Fortschritt für die Protestkultur in Magdeburg. Wir freuen uns über jede erfolgreiche Blockade. Allerdings gibt es auch eine Zeit vor und nach der Blockade. Genau dann ziehen frustierte und wütende Neonazis und Rassisten, meist in Kleingruppen, durch Magdeburgs Straßen, um ihrem Hass freien Lauf zu lassen. In solchen Situationen wird es ihrer Gesinnung entsprechend zur Gewalteskalation kommen. Das Bedrohungspotenzial, das im Rahmen solcher Kundgebungen noch verstärkt wird, ist ernst zu nehmen! MAGIDA ist in den politischen Forderungen eine auf Ausgrenzung ausgerichtete rechtspopulistische Bewegung. Die Teilnahme einschlägig bekannter Neonazis ist vorherseh- und mittlerweile auch nachweisbar und nicht zu leugnen. Ein Ausschluss von Neonazis von den Kundgebungen ist nicht zu erwarten. MAGIDA vertritt repressive, antimoderne Inhalte und ist eine antidemokratische Bewegung. Wir fordern bekannte Magdeburger und Magdeburgerinnen, Intellektuelle, Kunst- und Kulturschaffende, sowie alle Privatpersonen auf, sich gegen MAGIDA zu engagieren und öffentlich zu positionieren.

Wie bereits zum 19. Januar rufen wir als das Bündnis Magdeburg Nazifrei auch für den kommenden Montag, den 26. Januar, dazu auf, die Islamische Gemeinde Magdeburg zu schützen. Das Gemeindezentrum in der Weitlingstraße wird von der angemeldeten MAGIDA-Route eingeschlossen. Auch Flüchtlingsheime und Sammelunterkünfte sind potenzielle Angriffsziele neonazistischer Gewalt. Eine dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen ist absolut notwendig, um die Flüchtlinge vor Angriffen auf zentralisierte Unterbringung zu schützen.

Antifaschismus bedeutet konsequentes und offensives Vorgehen gegen neonazistische Politik und neofaschistische Gewalt. Organisiert antifaschistischen Selbstschutz. Unsere Solidarität muss praktisch werden.

Alle Aufnahmen sind am 19. Januar im Rahmen der MAGIDA-Kundgebung entstanden:

 

Carsten Alsleben

Martin Schock

Martin Schock

 

 

 

 

 

Jan Dornemann

Jan Dornemann

Frank Hoffmann

Frank Hoffmann

 

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MAGIDA grüßt

 

19. Januar – Gemeinsam gegen MAGIDA!

Für den 19. Januar 2015 ist in Magdeburgs Innenstadt eine sogenannte MAGIDA-Demonstration angemeldet. Mit dem Begriff MAGIDA wird eine fremdenfeindliche, auf antimuslimisch-rassistischen Vorurteile aufbauende Bewegung mit Magdeburg-Bezug bezeichnet, die sich am Dresdner Vorbild PEGIDA (“Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes”)ausrichtet. MAGIDA steht für die Phrase: “Magdeburg gegen die Islamisierung des Abendlandes”. Auch das Bündnis Magdeburg Nazifrei ruft zu Gegenprotesten auf.

Bereits im Vorfeld gab es mehrere Veranstaltungen und Aktionen, um zum Protest gegen MAGIDA zu mobilisieren.

  • Am 12.12.2014 fand ein Impulsreferat “Antimuslimischer Rassismus” mit Sebastian Friedrich statt.
  • Während einer Protestkundgebung auf dem Domplatz am 22.12.2014 wurde das folgende #NoMAGIDA! aufgenommen.
  • Am 16.01.2015 haben wir im Bereich der bisher bekannten MAGIDA-Route Flyer verteilt, die dazu auffordern, am Montag in der Zeit von 19 bis 20 Uhr auf der Straßensteite das Licht auszumachen, um MAGIDA im Dustern tappen zu lassen.
  • Unsere Facebook-Veranstaltung informiert über vergangene und aktuelle Ereignisse

Wichtige Informationen zum 19. Januar

Wir haben an der Ecke Jakobstr./Blaubeilstr. (auf der Karte Z 17) in der Zeit von 18 bis 21 Uhr eine Kundgebung angemeldet. Hier bekommt ihr aktuelle Infos, die Aktionskarten in der aktuellen Version. Weitere uns bekannte Kungebungen entnehmt ihr bitte der Karte.

  • Info-Telefon:
    0176 549 516 77
  • Ermittlungsausschuss:
    0176 949 358 95
  • Vorläufige Aktionskarte
    (Änderungen und Ergänzungen der Karte behalten wir uns vor)MAGIDA_01_2015_web

[5. Update: 15.01.2015] Alle Infos zum 16. und 17. Januar

1. Allgemeiner Sachstand 16. und 17. Januar

  • die Nazis haben Freitag eine Demo angemeldet. Die Route wird im Vorfeld nicht bekannt gegeben. Die Anmeldung ist von 18 – 24 Uhr.
  • Für Samstag liegt eine Anmeldungen vor.

2. Info-Struktur am 16. und 17. Januar

Das Info-Büro ist am Freitag ab 16:30 Uhr und am Samstag ab 9 Uhr für euch im Einsatz und wird folgende Info-Kanäle bereit stellen:

Info-Telefon 1 0176 – 54 488 853
Info-Telefon 2 0176 – 54 963 253
Ermittlungsausschuss
(16. und 17.01.)
0176 – 94 935 895
Ermittlungsausschuss
(Antifa Demo 17.01.)
0157 – 82 746 867
Sani Zentrale 01577 – 0 669 639
Presse 0176 – 93 525 530
Facebook https://www.facebook.com/magdeburg.blockt
Homepage http://magdeburg-nazifrei.com
Twitter @md_nazifrei
  #mdnazifrei #blockmd
 
Ticker von Linksunten.indymedia

Die Ticker sind nicht Teil des Bündnisses und sie werden auch nicht vom Bündnis betrieben!

Desktop-Computer und Tablets https://linksunten.indymedia.org/ticker/md15
Moderne Handys
(HTML-fähig)
http://liu.indymedia.org/ticker
Alte Handys
(WAP-fähig)
http://liu.indymedia.org/
RSS-Reader http://liu.indymedia.org/feed
   
Englischer Ticker  
Desktop-Computer und Tablets https://linksunten.indymedia.org/en/ticker/md15
Moderne Handys
(HTML-fähig)
 http://liu.indymedia.org/en/ticker
Alte Handys
(WAP-fähig)
http://liu.indymedia.org/en
RSS-Reader http://liu.indymedia.org/en/feed

3. Aktionskarte

Die Aktionskarte könnt ihr euch hier runter laden und ausdrucken (A3, farbig, einseitig). Zusätzlich werden wir euch an unseren Sammelpunkten mit Karten versorgen (solange der Vorrat reicht). 

Die Karte ist an beiden Tagen nutzbar und wird von allen Akteuren in Magdeburg genutzt. Eingezeichnet ist ebenfalls der Startpunkt der Antifa Demo am 17.01.

 4. Treff- und Sammelpunkte am Freitag, 16.01.2015

a) Kundgebungen

Alle angemeldeten Kundgebungen sind auf der Aktionskarte eingezeichnet. Die meisten sind ab 17 Uhr angemeldet, der Sammelpunkt der Vorabend-Demo (siehe 4b) ab 18 Uhr.

b) antifaschistische Vorabend-Demo

Sammelpunkt und Startpunkt der Demo ist der Hauptbahnhof Magdeburg. 19 Uhr soll sich dann der unangemeldete Demo-Zug in Bewegung setzen. Der Sammelpunkt ist ab 18 Uhr vor dem Kino (Cinemaxx). Kommt zahlreich!

 5. Treff- und Sammelpunkte am Samstag, 17.01.2015

Wir konzentrieren uns am Samstag auf zwei Sammelpunkte, die entsprechend zentral liegen. Von dort aus kann man gut im Bedarfsfall in der Stadt agieren. 

a) Hasselbachplatz

Die Kundgebung ist auf der Höhe der Sparkasse angemeldet, ab 11 Uhr. Diese könnt ihr als Sammelpunkt nutzen, wenn ihr zum Beispiel mit dem Zug anreist. Vom Bahnhof bis zum Hasselbachplatz ist es durch die Bahnhofstraße nur ein Katzensprung.

b) Uniplatz

Am Uniplatz (Am Gebäude der Telekom) ist die zweite Kundgebung/Mahnwache angemeldet. Diese könnt ihr ebenfalls nutzen um euch rege zu sammeln.

c) Olven 1

Olven 1 ist der Sammelpunkt für die Antifa Demo des AK Antifa Magdeburg. Dort soll zwischen 12 und 14 Uhr eine Auftaktkundgebung stattfinden. 14 Uhr setzt sich der Demo-Zug in Richtung Innenstadt in Bewegung. 

Wir verstehen uns als Blockade-Bündnis und halten deswegen an unserem Blockadekonzept fest. Wir gehen davon aus, dass es Naziaktivitäten in der Stadt geben wird. Diese wollen wir nicht ungestört ablaufen lassen. Ist man erst einmal im Demo-Zug ist die Wahrscheinlichkeit von dort auf Naziaktivitäten reagieren zu können, fast ausgeschlossen.

[4. Update] +++ ACHTUNG! +++ Nazis haben für 16.01. Demo angemeldet

Logo_kleinWir können euch an dieser Stelle bestätigen, dass die Nazis Freitag Abend in Magdeburg marschieren wollen. Die Anmeldung ist heute Abend bei der Polizei eingegangen. Treffpunkt, Marschroute und genaue Uhrzeit sollen morgen nachmittag mit dem “polizeibekannten” Anmelder geklärt werden. Im Einsatz werden etwa 1.000 Polizisten sein.

Der Plan für Samstag bleibt unverändert.

Kommt nach Magdeburg, blockieren statt ignorieren!

Am 19. Januar gemeinsam gegen MAGIDA!

Gemeinsam gegen MAGIDA! Licht aus im Abendland!

Facebook_Titelbild_19.01.Für den 19. Januar 2015 ist in Magdeburgs Innenstadt eine sogenannte MAGIDA-Demonstration angemeldet. Mit dem Begriff MAGIDA wird eine fremdenfeindliche, auf antimuslimisch-rassistischen Vorurteile aufbauende Bewegung mit Magdeburg-Bezug bezeichnet, die sich am Dresdner Vorbild PEGIDA (“Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes”)ausrichtet. MAGIDA steht für die Phrase: “Magdeburg gegen die Islamisierung des Abendlandes”. Ob und wie erfolgreich diese bisher exklusiv auf Facebook beschränkte virtuelle Mobilisierung sein wird, kann nur vermutet werden. Rassistisches Potenzial, um für eine Asylrechtsverschärfung und gegen die “Islamisierung” zu protestieren (wie z. B. in Dresden), ist in Magdeburg in erschreckendem Maß vorhanden.

Die geplante zentrale Unterbringung von Flüchtlingen im Stadtteil Olvenstedt rief bereits Proteste und fremdenfeindliche Voruteile hervor. Die Verharmlosung von Fremdenfeindlichkeit als “berechtigte Sorgen” durch Oberbürgermeister Trümper während einer Einwohner_innenversammlung, treibt uns zum Widerspruch. Die Stadtverwaltung Magdeburg hat mit der fast bundesweit einmaligen Praxis der unangekündigten Abschiebung von Flüchtlingen nicht nur viel Leid verursacht, sondern auch bewiesen, dass die Wünsche, der in Magdeburg untergebrachten Flüchtlinge den Abschiebebehörden und der Stadtverwaltung gleichgültig sind. Der Bürokratismus der Stadtverwaltung, auf Ankündigungen zu verzichten um Abschiebungen erfolgreicher zu machen, hat uns entsetzt. Diese Praxis ist mittlerweile ausgesetzt. Dass es überhaupt so weit kam, vergessen wir nicht. Die Angst vor “Überfremdung” ist keine Sorge, sondern Hetze.

Auch von einer “Islamisierung” ist Magdeburg weit entfernt. Seit Jahren sucht die Islamische Gemeinde Magdeburg nach einem Ausweichobjekt zum baufälligen Gebäude, in dem sich die knapp 400 Muslime in Magdeburg zum Gebet treffen können. Bisher erfolglos. Die Stadtverwaltung unterstützt dieses Vorhaben nicht. Das bisher als Moschee genutzte Gebäude weist bautechnisch schwere Mängel auf. Die kommunalpolitisch bedingte Ignoranz gegen die Islamische Gemeinde wird nun noch durch die Angst vor der “Islamisierung“ Magdeburgs ins Absurde gesteigert. Auf der Facebook-Seite MAGIDA schrieb jemand, es sei ihm bewusst, dass es in Magdeburg kaum Muslime gibt, aber er wird dafür protestieren, dass es auch so bleibt. Wir freuen uns auf alle, die mit uns Magdeburg interessanter und lebenswerter machen.

Mit der Parole “Wir sind das Volk” wird die verbindende Idee jener veranschaulicht, die sich gegen die halluzinierte “Islamisierung” des Abendlandes wehren wollen. Die Identität, Teil eines Kulturkreises – das “Abendland” – zu sein, führt dazu, diese geborgte Identität via Staatsbürgerschaft (also ein Stück laminiertes Papier, das je nach Geburtsort geschenkt oder verweigert wird) mit Zähnen und Klauen gegen das “Fremde” zu verteidigen. Fremdenfeindlichkeit beginnt mit einem “WIR” und begründet die Ausgrenzung der “Anderen”. Wie absurd diese Idee einer zwanghaft wehrhaften Kulturgemeinschaft ist, lässt sich daran erkennen, dass es dieses christlich-jüdische Abendland nie gegeben hat. Das “christlich-jüdische Abendland” ist eine Erfindung, bei der es vor allem gegen einen Gegner geht: Menschen muslimischen Glaubens. Immer wieder wird behauptet, es ginge nicht darum, den Islam zu verdammen, sondern seine Extreme. Eine solche Erklärung ist feige, denn mit der Verdammung der Extreme ist die Basis mitgemeint.

Die leider immer noch gültige systematische Ausgrenzung durch Erklärung zum Extremen greift eben auch bei Diskursen zum Islam, auf welche die Bewegungen wie PEGIDA und MAGIDA aufsetzen. Nicht der Islam an sich sei ein Problem, sondern der “Islamismus” (oder wie bei HOGESA der “Salafismus“). “Islamismus” wird dabei nicht als Nutzbarmachung einer Glaubensgemeinschaft für politische Ziele verstanden, sondern als im Kern des Islams angelegte Neigung zum Totalitarismus. Dieser Totalitarismus wäre demnach allen Muslimen zuzutrauen so wie auch – angeblich – linke Politik den Extremismus in sich trägt. Beides ist schlicht falsch. Der Generalverdacht “extremistisch” wirkt gegen Muslime wie auch auf Aktive linker Politik und Praxis. Als Betroffene der selben Ausgrenzungsrhetorik gilt es, miteinander solidarisch zu sein. Sobald wir uns als Betroffene von Exklusion gegeneinander aufwiegeln lassen, legitimieren wir Ausgrenzungspolitik.

Gemeinsam gegen Fremdenfeindlichkeit und Antimuslimischen Rassismus! Gemeinsam gegen MAGIDA!

Als Termin für die 1. MAGIDA-Demonstration ist der 19. Januar angegeben. Gemeinsam wollen wir ein Zeichen setzen gegen MAGIDA. Wir rufen zu Prostesten am 19. Januar auf. Wo wir uns treffen werden wir euch in den kommenden Tagen mitteilen. Haltet euch auf dem Laufenden!

Veranstaltung bei Facebook: klick!